Absolutdruck Überdruck gemessen gegen ein totales Vakuum. Schreibweise: abs nach der Druckeinheit, z.B. bar abs
Absolutdrucksensor
Druckmesselement zum Messen des Absolutdruckes. Bei diesem Sensor ist die Sekundärseite der Membran evakuiert.
Abgleich
Siehe Justierung
Abweichung
Differenz zwischen Referenzwert und vom Prüfling angezeigten Wert. ( Angezeigter Wert minus Referenzwert )
Angleichzeit
Zeit, die ein Sensorelement ( z.B. Temperaturfühler ) braucht, um sich an die anliegende Messgröße ( z.B. Temperatur ) anzugleichen.
at
Siehe Druckeinheiten
atm
Siehe Druckeinheiten
ata
Siehe Druckeinheiten
atü Siehe Druckeinheiten
Differenzdruck
Die Differenz zweier Drücke wird Differenzdruck genannt.
Differenzdrucksensor
Relativdrucksensorelement bei dem beide Seiten der Membran mit dem zu messenden Druck beaufschlagt werden können.
Anwendungsbeispiel: Unterschiedliche Druckniveaus in Produktionsräumen ( Reinraum ) Füllstandsmessung in Druckbehältern.
Digitalmanometer
Manometer mit digitaler Anzeige.
Dokumentation
Darunter versteht man das Erfassen aller Messwerte während einer Kalibrierung entweder auf Papier, oder auf elektronischen Medien sowie das Erstellen des Kalibrierscheines.
Drift
Änderung einer beliebigen physikalischen Größe im Lauf der Zeit. Hervorgerufen durch Umwelteinflüsse wie z.B. Temperatur- und Druckschwankungen oder einfach durch Alterung eines Systems.
Druckeinheiten
at: Abkürzung für technische Atmosphäre.1at = 1kp/cm2 = 0,980665 bar
atm: Abkürzung für physikalische Atmosphäre. 1 atm = 1,01325 bar
ata: alte Maßeinheit für den Absolutdruck
atü: alte Maßeinheit für den Relativdruck
bar: Druckmaßeinheit
mbar: Druckmaßeinheit. 1mbar = 0,001bar
Pa: Abkürzung für Pascal. Die SI-Basiseinheit. 1Pa = 1N/m2 = 0,01mbar
hPa: Abkürzung für Hektopascal. 1hPa = 100 Pa = 1mbar mmWS: Der Druck, den eine 1 mm hohe Wassersäule auf ihre Unterlage ausübt.
1 mmWS = 9,80665 Pa = 0,0980665 mbar
mmHg: Der Druck, den eine 1 mm hohe Quecksilbersäule auf ihre Unterlage ausübt.
750,064 mmHg = 1 bar. 1mmHg = 133,322 Pa = 1,33322 mbar
kp/cm2 = 1 at = 0,980665 bar
Torr: 1 Torr = 1mmHg. 760 Torr = 1,01325bar = 1 atm
psi: pounds per square inch: amerikanische Druckeinheit. 1bar = 14,5038 psi.
Druckkalibrator
Gerät das automatisch Prüfdrücke erzeugen kann, meist kombiniert mit einer Druckreferenz hoher Genauigkeit.
Eichen
Eichen ist die amtliche Überprüfung auf Einhaltung der Eichfehlergrenzen. Die Eichung wird in Österreich ausschließlich vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen durchgeführt.
Unterschied Eichen – Kalibrieren: Produktionsbetriebe kalibrieren ( und justieren ) ihre Messgeräte mit dem Ziel möglichst genau zu messen und damit möglichst wenig Ausschuss zu produzieren. Eine Eichung hingegen bestätigt, dass Messgeräte die gesetzlich erlaubten Abweichungen nicht überschreiten.
Z.B im öffentlichen Warenverkehr muss sichergestellt sein, dass ein Liter Benzin nicht größer oder kleiner ist, als vom Gesetzgeber vorgegeben.
Eingangskalibrierung
Wird im Zuge einer Kalibrierung ein Messgerät justiert, bezeichnet man die Kalibrierung vor der Justierung als Eingangskalibrierung. Im Gegensatz dazu wird die Kalibrierung nach erfolgter Justierung als Ausgangskalibrierung bezeichnet.
Feinmessmanometer
Sonderbauform des analogen Manometers mit sehr hoher Genauigkeit ( Kl. 0,1 )
Genauigkeit
Darunter versteht man den Fehler, mit dem jeder Messwert behaftet sein kann.
Genauigkeitsklassen
Für Messgeräte werden verschiedene Genauigkeitsklassen angegeben: %FS= % Full Scale:Prozent der Spanne.
Beispiel: Ein Manometer hat den Messbereich -1 …..4 bar und ist mit Kl.1 angegeben. Das bedeutet, dass die Spanne 5 bar beträgt, und jeder angezeigte Messwert mit einem Fehler von +-0,05 bar behaftet sein darf.
%v.E.= % vom Endwert. Definition wie % FS
%v.M.= % vom Messwert. Angabe des Fehlers in % vom momentan angezeigten Messwert.
Bei einem Messwert 0 ist diese Angabe nicht möglich.
Es besteht natürlich nicht nur die Möglichkeit, Fehler in % anzugeben. Es sind auch absolute Fehlerangaben üblich. Z.B. +- 0,03°C für den Bereich von -40 bis +125°C.
Grenzwert
Prozesswert, bei dem eine Aktion ( z.B. eine Alarmierung ) erfolgen soll.
hPa
Siehe Druckeinheiten
Hysterese
Messwertunterschied wenn der Messwert einmal von oben und einmal von unten angefahren wird.
Istwert
Der momentan anstehende Prozesswert
Justierung
Eine Justierung ist ein Eingriff in ein Messgerät mit einer bleibenden Veränderung mit dem Ziel dessen Abweichung vom richtigen Wert zu minimieren.
Kalibrierintervall
Um dauerhaft richtige Messungen zu erreichen und Vertrauen in seine Messgeräte zu bekommen, ist es nötig, diese in regelmäßigen Abständen zu kalibrieren. Der Abstand zwischen zwei Kalibrierungen ist das Kalibrierintervall. Die Länge dieses Intervalles ist abhängig von den Einsatzbedingungen des Messgerätes, der geforderten Genauigkeit und anderen Anforderungen. Im Allgemeinen hat sich jedoch eine jährliche Kalibrierung als sehr gangbarer Weg herausgestellt.
Kalibrierschein
Hier wird die erfolgte Kalibrierung eines Prüfmittels dokumentiert.
Inhalt: Daten des Prüflings und der Referenz, gemessene Werte, benutztes Verfahren und durchführende Personen.
Der Kalibrierschein dokumentiert lediglich den Zustand zum Zeitpunkt der Kalibrierung, eine Aussage über das zukünftige Verhalten des Prüflings ist nicht enthalten, da diese unseriös wäre. Um dauerhaft richtige Messwerte zu gewährleisten ist das Kalibrierintervall entsprechend zu wählen.
Kalibrierung
„Kalibrieren ist die leidenschaftslose Aufnahme des Ist-Zustandes“
D.h. Hier wird ein Prüfling mit einer hochgenauen Referenz verglichen und das Ergebnis dokumentiert. Es geschieht kein Eingriff in den Prüfling.
Kalibrierprotokoll
Siehe Kalibrierschein
Kalibrierzertifikat
Siehe Kalibrierschein
Linearität
Abweichung bzw. Nichtabweichung einer Kennlinie vom Ideal.
Manometer
Druckmessgerät. Üblicherweise als analoges Messinstrument aufgebaut.
Messergebnis
Durch Messung ermittelter Wert, der einer Messgröße zugeordnet ist.
Messkette
Alle zur Durchführung einer Messung benutzten Einrichtungen.
Beispiele: Ein einfaches Glasthermometer stellt bereits eine vollständige Messkette dar.
Aber auch die Kombination aus PT100 Temperaturfühler – Messumformer – Schreiber –
Messwerterfassung einer Datenbank bis hin zum Bildschirm/Drucker ist ein Beispiel für eine Messkette.
Messmitteldatenbank
Verzeichnis aller in einem Betrieb benutzter Messmittel. Sollte auch wichtige Daten wie Kalibrierintervalle, Einsatzbedingungen, Genauigkeit etc. der erfassten Messmittel enthalten.
Agromatic bietet allen Kunden das führen der Messmitteldatenbank mit Terminverwaltung an.
Messumformer
Wandelt eine beliebige physikalische Messgrösse in eine elektrische Größe um.
In der Prozesstechnik sind die Signale 4 – 20 mA und 0 – 10 V sehr gebräuchlich.
Messunsicherheit
Da es absolute Genauigkeit nicht geben kann, ist jedem Messergebnis ein Parameter zugeordnet, der die Streuung der Werte angibt, innerhalb derer das Messergebnis mit definierter Wahrscheinlichkeit liegt.
mmHg
Siehe Druckeinheiten
Normal
Erfüllt den selben Zweck wie eine Referenz, ist aber im Gegensatz zu dieser eine Verkörperung einer Maßeinheit und kein hochgenaues Messgerät.
Z.B. Ein Normal wäre ein Gewichtsstück mit genau 1 kg, ein Referenzgerät eine hochgenaue Waage.
Normalsignale
Sind standardisierte Ausgangssignale von Messumformern in der Prozessmesstechnik.
Am gebräuchlichsten sind: 0…20 mA; 0…10 V. Diese Signale haben einen „toten“ Nullpunkt und können zwischen Messbereichsanfang und unterbrochenem Messkreis nicht unterscheiden.
Daher wurden die Signale 4…20 mA und 2…10 V eingeführt. Diese Signale besitzen einen „lebenden“ Nullpunkt
und erkennen somit eine Messkreisunterbrechung.
Nullpunkt
Ausgangsgröße eines Messinstrumentes bei Eingangsgröße Null.
Offset
Der Betrag, um den eine Reihe von Messwerten vom richtigen Wert entfernt ist.
Wenn z.B. ein Voltmeter immer um 0,2 V zuviel anzeigt hat es einen Offset von 0,2 V.
Dieser systematische Fehler ist üblicherweise sehr leicht zu korrigieren ( siehe Justierung )
Pa
Siehe Druckeinheiten
Prüfling
Zu prüfendes Messsystem.
Prüfmittel
Alle für eine Kalibrierung zum Einsatz kommenden Geräte.
Prüfvorschrift
Arbeitsanweisung mit detaillierten Anweisungen zur Durchführung einer Kalibrierung.
PT 100
Siehe Temperaturfühler
PT 1000
Siehe Temperaturfühler
mmHg
Siehe Druckeinheiten
Q
R
Referenz
Hochgenaues Messgerät oder Verkörperung einer physikalischen Größe.
Wir verwenden für unsere DKD- bzw. ÖKD zertifizierten Messgeräte den Ausdruck „Referenzmittel“ ( RM )
Relativdruck
Positiver oder negativer Überdruck gemessen gegen den momentanen Umgebungsdruck.
Relativdrucksensor
Druckmesselement zum Messen des relativen Überdruckes zum momentanen Umgebungsdruck.
Reproduzierbarkeit
Die Fähigkeit eines Messgerätes unter gleichen Bedingungen das gleiche Messergebnis zu produzieren.
Ein sehr wichtiges Qualitätsmerkmal eines Messgerätes.
Richtiger Wert
Der von einem Referenzgerät angezeigte Messwert, der damit genau genug für die Kalibrierung ist.
Rückführbarkeit
Bedeutet, dass ein Messergebnis auf ein höchstgenaues nationales Normal bezogen ist. Dies wird erreicht, indem jedes Messmittel nur mit Referenzen überprüft wird, die ihrerseits wiederum mit Referenzen geprüft wurden, die direkt mit dem nationalen Normal geprüft wurden. So entsteht eine Kette von Messungen, die beim nationalen Normal ihren Ursprung hat und daher auf dieses rückführbar ist.
Simulation
Generierung des Ausgangssignales eines Sensors.
Simulator
Prüfgerät welches die Ausgangssignale verschiedener Sensoren generieren kann.
Z.B. Widerstände eines PT 100 Fühlers bei verschiedenen Temperaturen.
Sollwert
Der angestrebte Prozesswert, den ein Regler erreichen soll.
T
Temperatureinheiten
°C: Grad Celsius; SI-Einheit 0°C ist der Erstarrungspunkt des Wassers
°F: Grad Fahrenheit; Umrechnung: °C = (°F-32) *5/9
°R: Grad Réaumur; Umrechnung: 1°R = 1,25°C
K: Kelvin SI-Basiseinheit. 0 K ist der absolute Nullpunkt ist -273,15°C
Temperaturfühler
Elektrisches oder mechanisches Sensorelement, das eine Temperatur in ein elektrisches
oder optisches Ausgangssignal umwandelt. Beispiele:
PT 100: Widerstandsthermometer. Hat einen Widerstand von 100 Ohm bei 0 °C.
PT 1000: Widerstandsthermometer. Hat einen Widerstand von 1000 Ohm bei 0 °C
Thermoelemente: Aus zwei Schenkeln verschiedener Materialien bestehender Temperaturfühler der die Temperaturdifferenz zwischen seinen Enden misst. Erzeugt eine der Temperaturdifferenz proportionale Ausgangsspannung. Alkohol/Quecksilberthermometer, Bimetalltherometer
Temperaturkalibrator
Gerät zur Erzeugung stabiler Temperaturen. Im Temperaturkalibrator wird eine thermische Vergleichsmessung mit Referenzthermometer und Prüfling durchgeführt.
Vakuum
Raum in dem sich keinerlei Materie befindet und in dem daher absoluter Nulldruck herrscht.
Referenzdruck für den Absolutdrucksensor.
Validierung
Ist das Bereitstellen eines Nachweises dafür, dass eine Maschine, ein Prozess etc. die besonderen Forderungen für einen speziellen beabsichtigten Gebrauch erfüllt. D.h. mit einer Validierung wird nachgewiesen, dass ein Prozess eine Maschine etc. für einen bestimmten Vorgang tauglich ist.
Vertrauensniveau
Gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Messergebnis tatsächlich innerhalb der angegebenen Messunsicherheit liegt. Üblicherweise wird eine erweiterte Messunsicherheit zu Grunde gelegt, was bedeutet, dass sich das Messergebnis mit 95% Wahrscheinlichkeit innerhalb der angegebenen Unsicherheit befindet.
Vor Ort Kalibrierung
Kalibrierung, die nicht in einem eigens dafür eingerichteten Kalibrierlabor, sondern vor Ort beim Kunden durchgeführt wird. Es muss klar sein, dass hierbei unter Umständen nicht die Messunsicherheiten erreicht werden können, wie sie in einem Labor möglich sind.
Wahrer Wert
Der tatsächliche Wert einer Messgröße ohne jeden Messfehler.
Der wahre Wert ist daher niemals darstellbar. -> siehe richtiger Wert